Mediation

 

„Streitende sollten wissen, dass nie einer ganz recht hat und der andere ganz unrecht.“ (Kurt Tucholsky)

 

„Die Projektleiter Herr B. und Herr M. liegen sich schon länger wegen jeder Kleinigkeit in den Haaren. Nun ist der Konflikt eskaliert. Herr B. wirft Herr M. vor, ihn bei den Mitarbeitenden schlecht zu machen und seine Kompetenzen in Frage zu stellen. Herr M. wirft Herr B. im Gegenzug vor, er sabotiere das Projekt und demotiviere die Mitarbeitenden mit seiner arroganten Art. Herr B. und Herr M. schreien sich bei Sitzungen regelmässig an.“

„Der Vorgesetzte von Herr B. und Herr M. hat die Möglichkeit einer Mediation in den Raum gestellt. Herr B. und Herr M. konnten sich schliesslich darauf einlassen und erzielten mit der Unterstützung des Mediators in zwei Sitzungen eine Vereinbarung, die es beiden ermöglichte, das Projekt wieder gemeinsam, zielgerichtet und konstruktiv voranzubringen.“ (anonymisiertes Praxisbeispiel)

 

Mediation bietet sich gerade im Wirtschaftsleben und am Arbeitsplatz auch zunehmend als präventive Methode an, um Konflikte in einem frühen Stadium zu entschärfen und so zu ermöglichen, dass Mitarbeitende, Projektteams oder ganze Abteilungen wieder konstruktiv und lösungsorientiert zusammenarbeiten können.

Wir begleiten den Prozess der Lösungsfindung stets neutral, allparteilich und allen Beteiligten zugewandt. Dabei wird die Lösung nicht anderen überlassen, sondern bleibt in den Händen der Beteiligten.

In einem unverbindlichen Vorgespräch analysieren wir gemeinsam Ihre aktuelle Situation und legen die Rahmenbedingungen der Mediation fest. Die Dauer einer Mediation richtet sich nach der Anzahl der Beteiligten sowie nach der Komplexität des Themas.

 

Was ist Mediation?

Wörtlich übersetzt bedeutet Mediation „Vermittlung“. Die Mediation ist eine aussergerichtliche Form der Konfliktbearbeitung mit dem Ziel, eine für alle Seiten vorteilhafte und zukunftsorientierte Regelung zu finden. Dabei unterstützt der Mediator die Parteien, indem er als neutraler Dritter durch das Verfahren führt und Ihnen ermöglicht, eine für alle passende Lösung zu vereinbaren.

Der Mediator entscheidet nicht, die Parteien entwickeln eigenverantwortlich eine ihren Interessen und Bedürfnissen gerechte Lösung.

 

Mediation ist geeignet für:

  • Konflikte zwischen einzelnen Mitarbeitenden gleicher oder unterschiedlicher Stufe
  • Differenzen zwischen der Unternehmensleitung und den Mitarbeitenden
  • Unstimmigkeiten zwischen Abteilungen
  • Schlechte Stimmung und Stagnation in Projektgruppen
  • Konflikte zwischen Organisationen
  • Uneinigkeit bei Nachfolgeregelungen

 

Verfahren

Phase 1
Vorbereitung und Einführung in die Mediation. Wird eine Mediation angefragt, bereitet der Mediator für die Konfliktparteien das Gespräch vor. Im Gespräch werden die Rahmenbedingungen für eine Mediation abgeklärt sowie ein Mediationsvertrag zwischen den beteiligten Konfliktparteien und dem Mediator abgeschlossen.

Phase 2
Die Themen und Konfliktfelder werden gesammelt und gewichtet, entscheidungserhebliche Daten und Dokumente zusammengestellt.

Phase 3
Die hinter den Positionen der Parteien stehenden Interessen und Bedürfnisse werden herausgearbeitet. Dabei geht es sowohl um das Verstehen der eigenen Seite als auch um das Verstehen der anderen Seite.

Phase 4
Ideen, Möglichkeiten und Optionen zur möglichen Lösung werden gesammelt. Diese werden anschliessend bewertet und hinsichtlich ihrer Wirtschaftlichkeit und praktischen Umsetzung geprüft.

Phase 5
Von den Parteien werden für alle Seiten tragfähige Lösungen ausgehandelt.

Phase 6
Die gefundenen Lösungen werden überprüft und verbindlich vereinbart. Im Bedarfsfall werden Gegebenheiten juristisch geprüft.

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